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Neue Babysimulatoren für die Schwangerenberatung

vom 4. November 2021

Im Rahmen der Schwangerenberatung bieten wir seit vielen Jahren präventive Gruppenangebote und Workshops an. Ein spezielles Angebot ist Babybedenkzeit – ein Praktikum mit Babysimulatoren für Jugendliche und junge Erwachsene zur Vorbereitung auf Verantwortlichkeiten der Elternschaft. Mit diesem Angebot können praktische Lernerfahrungen und Lerninhalte ganzheitlich erlebt werden. Hauptakteure sind die Babysimulatoren, welche die Bedürfnisse eines echten Babys nachempfinden lassen und den realen Umgang mit einem Neugeborenen erlebbar machen. Zu den beiden Babys „Julius“ und „Julchen“ haben sich jetzt drei weitere Babysimulatoren dazugesellt.

Dabei handelt es sich um Modelle eines alkoholgeschädigten und eines drogengeschädigten Babys sowie eines Babys mit Schütteltrauma.

Die fetale Alkoholspektrumstörung (FASD) steht an erster Stelle vermeidbarer vorgeburtlicher Entwicklungsbeeinträchtigungen. Das Modell zeigt typische körperliche Fehlbildungen eines Neugeborenen, das durch Alkoholmissbrauch während der Schwangerschaft geschädigt wurde und demonstriert in beeindruckender Weise die Unterschiede zu einem normal entwickelten Baby.

Das Modell des drogengeschädigten Säuglings zeigt die Auswirkungen von Drogenmissbrauch während der Schwangerschaft, welcher schwere physische und psychische Schäden verursachen kann. Es ist stark untergewichtig. Typisches schrilles Schreien und starkes Körperzittern wie bei einem Neugeborenen auf Entzug kann bei diesem Modell eindrücklich demonstriert werden.

Der Baby-Simulator zur Demonstration eines Schütteltraumas hat die Größe und das Gewicht eines Neugeborenen. Wird der Simulator geschüttelt, leuchten in dem transparenten Kopf diejenigen Regionen des Gehirns auf, welche geschädigt werden können. Ein Schütteltrauma bedeutet lebenslanges Leid für das betroffene Kind. Viele schütteltraumatisierte Kleinkinder erleiden schwere Behinderungen oder sterben.

Möglich wurde die Anschaffung der neuen Babysimulatoren durch Kollektenmittel des Referates für Frauen, Familie und Beratung der Diakonie Hessen. Die Beraterinnen Elke Pollak und Cathrin Reinermann freuen sich, durch diese Ergänzung jetzt noch weitere Zielgruppen ansprechen zu können. Besonders geeignet ist das neue Angebot für Geburtsvorbereitungskurse, Familienbildungsstätten sowie Schulen und andere Bildungseinrichtungen.

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